Monatsarchiv für Juni 2010


Empfehlungen mit Endorse

Verfasst am 16. Juni 2010 von .

Heute ist der offizielle Starttermin von Endorse, einem Projekt von massiveBlue. Über die Plattform können über Twitter andere Twitter-Nutzer empfohlen werden. Im Grunde geht es bei dieser Anwendung darum Experten auf einem bestimmten Gebiet zu akkumulieren.

Endorse

Nach der Anmeldung konnte ich drei meiner Wissensgebiete angeben, danach wurde ich aufgefordert einen anderen Twitter Nutzer zu empfehlen und ihm eine Kategorie zuzuteilen. Meine Endorses wurden dann zeitnah auf meiner Twitter Startseite abgebildet. Andere Benutzer der Anwendung können zudem nach bestimmten Stichworten suchen und Experten finden. Eigentlich stehen hier die Empfehlungen nicht direkt im Vordergrund, sondern das Finden von Wissensträgern. Hier geht es darum qualitative Twitterer von der restlichen Informationsflut abzugrenzen. Etwas umständlich ist der Aspekt, dass Endorse als Funktion nicht direkt in den dortigen Account eingebunden werden kann. Vielleich ändert sich dies aber mit der Zeit? Vielleicht könnte die Anwendung sogar bald im Bereich Mitarbeitermarketing interessant werden? – Oder auch um die bloggende Community zu stärken?

Was haltet ihr von Endorse?

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Virales Shopmarketing mit Sellaround

Verfasst am 8. Juni 2010 von .

Die erste Runde der e-challenge 2010 ist abgeschlossen. Drei Startups dürfen nun um den Preis im Wert von 45.000 Euro ringen. Unter den Anwärtern befindet sich der Geschäftsführer der Maria GmbH, Adrian Thoma. Mit Sellaround hat er eine Geschäftsidee entwickelt, die auf die viralen Möglichkeiten in sozialen Netzwerken abzielt.

Das Startup bietet ein Social-Selling-Portal, das anders funktioniert als die üblichen Online-Shops. Mit ein paar einfachen Schritten können über die Sellaround Verkaufs-Widgets erstellt werden. Unter dem Begriff verbirgt sich ein Mini-Shop, der sich in die verschiedensten Kommunikationskanäle, wie zum Beispiel Blogs, Social Media oder mobile Geräte einspeisen lässt. Hier wird nun nicht mehr nur Werbung verbreitet, sondern gleich der ganze Shop selbst. Der Bestell- und Bezahlprozess findet in Kooperation mit PayPal statt und ist auch direkt in den Widgets integriert. Jeder kann nun, ohne Ausgaben für die Entwicklung, einen Shop betreiben, der sich im besten Fall viral verbreitet.

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Die Widgets von Sellaround erschließen die Zielgruppe, die zwar ein Produkt zum Verkauf anbieten, aber noch keine oder nur wenige finanzielle Mittel besitzen. Ihren bereits vorhandenenen Freundeskreis auf Facebook oder anderen Communitys können die Betreiber dabei auch gleich infizieren. Vielleicht sogar mit enormen Vertrauen in das Produkt, wenn gemeinsames Interesse vorhanden ist. Sogar etablierte Shopbetreiber können aus der portablen Lösung ihren Nutzen ziehen, indem sie ihre Produkte nun komfortabel streuen können. Und zu guter Letzt hätten auch Affiliates ihren Vorteil durch die Widgets, wenn sie als White-Label-Lösung angeboten werden. Nach dem Motto: Wer das Widget am besten streut, bekommt die größten Prämien. Hier gilt jedoch zu beachten, dass das Interesse für das Angebot zwingend gegeben sein muss. Denn wer kennt nicht diverse penetrante Kosmetikberaterinnen, die ihren Freundeskreis eher vergraulen, als zum Kaufen anregen?

Noch muss Sellaround um den ersten Platz bangen. Der Gewinner der e-challenge wird erst Ende September gekürt. Dabei bekommt er nur einen Teil der Summe ausgezahlt, der andere wird, um der Idee zu einem erfolgreichen Start auf dem Markt zu verhelfen, u. a. in Werbespots und den Aufbau der Logistik investiert.

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Alice im iPad-Land

Verfasst am 3. Juni 2010 von .

Dutzende Kritiken rangen sich um das erst kürzlich zum Verkauf freigegebene iPad. Der Kauf des ersten iPads liegt sicherlich eher dem Apple-Hype, als einem enormen Nutzen zugrunde, jedoch ebnet das hochgelobte Wundergerät den Weg für neue Möglichkeiten.

Von diesen könnte das Verlagswesen enorm profitieren, das wegen seiner Unbeholfenheit bezüglich seiner iPad-Apps zu Recht von den netzwertig bloggern A. Göldi und P. Sennhauser scharf kritisiert wird. Schade, dass die Chancen noch nicht wahrgenommen werden, wobei es doch jetzt schon möglich wäre einfallsreiche Anwendungen wie zum Beispiel die von atomicantelope zu realisieren:

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Um die Idee etwas weiter zu spinnen: Denkbar wären in naher Zukunft auch Social-Commerce-Anwendungen. Vielleicht können Textstellen, die mit den Fingern markiert werden, oder einzelne Animationen bald an Freunde in sozialen Netzwerken wie Facebook empfohlen werden, natürlich mit der Signatur des Verlags oder des E-Book-Verkäufers. Aufgrund der Schnittstellenoffenheit wäre dies kein abwegiger Gedanke.


Retail Sound im E-Commerce

Verfasst am 1. Juni 2010 von .

Wer kennt nicht die nerv tötende Musik in manchen Läden, die eher zum wieder hinausgehen, als zum Kaufen animieren. In einem kurzen Clip erklärt Klang Experte Julian Treasur, wie Retail Sounds am effizientesten eingesetzt werden können:

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Ein hoher Umsatz kann generiert werden, wenn der Umgang mit Sounds geschickt erfolgt. Was zu beachten ist: ein misslungener Einsatz kann zu hohen Einbußen führen – so Julian Treasure. Aber was bedeutet dies für die E-Commerce-Branche? Ein schönes Beispiel liefert die aktuelle Kampagne von Ikea und erfüllt zugleich einige von Treasures angeführten „Four golden rules for commercial sound“. Die Melodie auf der Startseite passt zu der visuellen Kommunikation des Unternehmens, zudem ist sie für die Situation, in der sich die Akteure befinden, angemessen. Darüber hinaus schafft sie einen Mehrwert, indem sie auf die Produktgruppe Küche abzielt und diese so nochmal gesondert hervorhebt. Die Käufer werden zudem nicht von der Musik überfordert, der Spot dauert nur ein paar wenige Sekunden und wird auch nicht gleich mit dem Aufruf der Seite abgespielt. Weiterhin gibt es nach Art des Cross-Channel-Marketings noch einen Fernsehspot, der aktuell läuft.

PaulFrank

Dezent ist auch der Einsatz von Musik bei dem Modelable Paul Frank. Hier gibt es einen separaten Musik-Player. Der User kann selbst entscheiden, ob er gerade bestimmte Titel hören möchte oder nicht. Die Trackauswahl passt zu der Marke und spiegelt ein bestimmtes Lifestyle-Gefühl wider.Was bei beiden Beispielen auffällt ist, dass die Musik auf das einheitliche Produktportfolio und die Zielgruppe hin spezifiziert ist. Der Sound verkommt hier nicht zum Supermarktgedudel. Einheitliches Image, einheitlicher Sound – lautet hier die Devise. Wäre der Einsatz von Musik bei Anbietern wie Ebay vorstellbar? Mit einer einheitlichen Message auf jeden Fall, wie es die Werbespots beweisen. In Bezug zu der Onlinepräsenz, auf der verschiedenste Produkte abgebildet werden, dürfte dies wahrscheinlich eher schwierig sein.