Monatsarchiv für Februar 2012


PinWheel als möglicher kartographischer Shoppingguide

Verfasst am 21. Februar 2012 von .

Nachdem wir letzte Woche das neue Big Thing Pinterest betrachtet haben, geht es in dieser Woche um einen Namensvetter. Das neue Startup von Flickr-Gründerin Caterine Fake ging vor wenigen Tagen als Beta-Version an den Start und erregte schon viel Aufmerksamkeit in der amerikanischen Startupszene.

Das Prinzip von PinWheel erscheint sehr einfach und nicht unbedingt neu. Basierend auf Google Maps können die Nutzer verschiedene Pins an verschiedenen Orten setzen. Diese können mit Notizen und Bildern verbunden werden. Im Grunde ist es ein geografisch gebundenes Pinterest. Genau aus diesem Grund sehe ich eine Zusammenarbeit der beiden Plattformen als sehr lukrativ an. Pinterest bringt die Bekanntheit mit, welche PinWheel zum schnellen Durchbruch verhelfen könnte. Der eigene Vorteil ist ein Konkurrent mit einem besseren bzw. erweiterten Konzept im eigenen Boot. Die Namensähnlichkeit kommt dem ganzen nur zu Gute.

Potential für Erfolg bietet PinWheel allerdings auch ohne Pinterest. Als erste kommerzielle Nutzung wird das Pinnen von Wohnungsangeboten gezeigt. Dies erleichtert die genaue Lokalisation zunehmend und kann direkt mit einem Kontakt verbunden werden. An sich ist das Konzept im Vergleich zu anderen Wohnungsportalen nicht unbedingt neu, wenn sich das Portal aber entwickelt und mehrere Pins in der Umgebung gesteckt sind, können zusätzlich zur Lage noch Umgebungsinformationen digital erkannt werden.

In Verbindung mit oder auch ohne Pinterest könnten außerdem gekaufte Produkte den verschiedenen stationären Geschäften zugepinnt werden. Für den Einzelhandel wäre das eine gute Möglichkeit das Social Commerce Potential auch auf das Offlinegeschäft zu übertragen. Gleichzeitig kann die Plattform für Werbung genutzt werden. Ob und wann PinWheel Firmenaccounts zulässt kann man aber heute noch nicht sagen. Wie man an den Gedankenspielen schon erkennen kann, bietet PinWheel genügend Möglichkeiten auch kommerziell erfolgreich zu sein. In Verbindung mit den großen anderen Netzwerken wie Facebook, Pinterest und Flickr sowie der immer stärkeren Verbreitung von Smartphones könnte sich so eine gute Symbiose aus Offline- und Onlinenetzwerk entwickeln.


The next Facebook – Pinterest als Social Commerce Hype

Verfasst am 13. Februar 2012 von .

Wie vor ein paar Jahren Facebook, wird das neue Konzept von Pinterest aktuell als die große Social Commerce Zukunft gesehen.

Facebook hatte schon viele wichtige und hilfreiche Funktionen geliefert, das Shoppen auf der Plattform wird allerdings NOCH nicht angenommen und nun kommt mit Pinterest zusätzliche ernstzunehmende Konkurrenz. Die Plattform liefert schon nach kurzer Entwicklungszeit große Trafficzahlen und bietet vor allem für die Modeindustrie und auch die Touristik und Gastronomie eine gute Werbemöglichkeit. So häufen sich zum Beispiel veröffentlichte Modezusammenstellungen von Polyvore oder anderen Netzwerken. Aber auch jede andere Branche kann profitieren. Egal ob ein neues Auto oder schicke Möbel für das Wohnzimmer, die User im Internet haben sich an das Posten von privat gekauften oder gewollten Sachen gewöhnt und die Marketingabteilungen der Welt freuen sich über den zusätzlichen und kostenlosen Buzz.

Verstärkt wird der kommerzielle Effekt der Plattform durch die Kategorisierung und die Gift-Funktion in der Navigation. Die freie Navigation ohne Registrierung ermöglicht es den fremden Nutzern auch ohne Beteiligung mehr über Produkte zu erfahren. Die Repin-, Heart- und Followfunktionen stellen die durch Facebook und Twitter gesetzten Standards um. Wie man die Plattform für kommerzielle Zwecke nutzen kann zeigt eine Infografik von LinchPin. Ein paar Statistiken zur Entwicklung von Pinterest gibts hier.

Wie groß der Effekt sein kann zeigt sich schon bei kurzem stöbern. Das Beispielbild unten zeigt wie bei einem Ring 1. der Originalkaufplatz über die URL angezeigt wird und zweitens durch Kommentare Alternativen bzw. Replicas empfohlen werden. So wissen die User sofort wo und für wieviel sie den Ring den sie mögen kaufen können. Die zusätzliche Möglichkeit das ganze auf Facebook oder Twitter zu posten vergrößert die Verbreitungsmöglichkeiten.

Ob Pinterest auf diese Plug-Ins in Zukunft verzichten kann bleibt abzuwarten. In Deutschland wurde das vielversprechende Konzept nun auch schon von den Rocket Internet Leuten ohne große Abänderungen kopiert, was das Potential weiterhin verdeutlicht. Wie sich die junge Plattform entwickelt bleibt abzuwarten. Die Zukunft sollte allerdings nicht so schlecht aussehen und Unternehmen eine einfache Form von Social Commerce bieten.