Snapchat: Wer innovativ bleibt, hat die Nase vorn!

Verfasst am 6. April 2017 von .

Quelle: C Watts

Quelle: C Watts

Innerhalb kurzer Zeit hat es Snapchat geschafft, beim König der sozialen Netzwerke, Facebook, Aufmerksamkeit zu erregen und dessen Dominanz dank der entschiedenen Ausrichtung auf visuelles Storytelling sogar potenziell in Gefahr zu bringen. Revolutioniert Snapchat mit seinen “Stories” soziales Verhalten? Zusätzlich erhöht auch der kometenhafte Aufstieg auf allen Ebenen, der Snap vor einem Monat den Börsengang ermöglicht hat, den Erwartungsdruck. War der Gang an die Börse eine gute Entscheidung? Wie will Snpachat in Zukunft am Markt glänzen?

Zahlen, die den Börsengang wert sind

Abgesehen davon, dass es das jüngste soziale Netzwerk ist, hat Snapchat in den ersten vier Geschäftsjahren das schnellste Wachstum erlebt und sich im speziell an die junge Zielgruppe gerichteten multimedialen Storytelling als Vorreiter positioniert. Mit dem Wachstum der Zahlen täglich aktiver Nutzer und des Umsatzes hat sich Snapchat klar für einen 3-Milliarden-Dollar-Börsengang qualifiziert.

Vom Newsfeed zu Slideshows

Doch wie genau hat es Snapchat geschafft, in so kurzer Zeit derart an Bedeutung zu gewinnen? Einfach ausgedrückt: Snapchat hat die Facebook-Timeline neu definiert, indem die Kamera ins Zentrum gerückt wurde. Dabei hat das Unternehmen allerdings ein bahnbrechendes Konzept verwendet, wie es zuvor noch niemand eingesetzt hatte: Die Nutzer konnten ihren Kontakten über Privatnachrichten, oder “Snaps”, Bilder senden, die nur für kurze Zeit sichtbar sind.

In dem Versuch, das Konzept des Newsfeeds neu zu bestimmen, entschied sich Snapchat jedoch, den Content weniger kurzlebig zu machen und zunehmend auf Video zu setzen. Im Herbst 2013, 2 Jahre nach dem offiziellen Launch, konnten die Nutzer ihre Snaps schließlich innerhalb einer “Story” hochladen, die 24 Stunden verfügbar bleibt. Dieser neue Ansatz zelebriert die visuelle Kommunikation und schöpft das volle Mobile-Potenzial aus. Beide Aspekte gehören zu den zentralen Wachstumstreibern im E-Commerce allgemein und in digitalen Content-Strategien im Besonderen.

So liegt der Schluss nahe, dass zukünftige Social-Media-Interaktion eher auf Slideshows und Teaser-Abfolgen basieren wird als auf Word-Dokumenten, dem Format, das Facebook bei der Einführung seiner Timeline im Sinn hatte.

Da sich die Zukunft jedoch in eine andere Richtung enktwickeln könnte, ist es wenig verwunderlich, dass Facebook (nach dem vergeblichen Versuch, Snapchat zu übernehmen) seit letztem Jahr mit allen dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Social-Media-Apps angreift:

Infographic: Facebook Is Coming After Snapchat From All Sides | Statista Quelle: Statista

Die Zahlen sprechen für sich. Facebook will Snapchat auf Biegen und Brechen verschlingen und es scheint, als würde das auch nach und nach gelingen. Berichten zufolge wirken sich die Instagram-Stories so sehr auf Snapchat aus, dass der Dienst inzwischen einen großen Teil an neuen Nutzern an Instagram verliert. Der Grund: Warum eine neue App downloaden, wenn man ihre Features auch auf einer bereits genutzten bekommt?

Wie gehts weiter bei Snapchat?

Angesichts der Tatsache, dass man den März im Hinblick auf Snaps Börsenwert (nach dem aufmerksamkeitswirksamsten Börsengang seit Alibaba) vergessen konnte und die aggressiven Attacken des Wettbewerbs langsam Wirkung zeigen, liegt die Frage nahe, was genau Snapchat unternimmt, um sie zu neutralisieren.



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