Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Kaboodle – Liveshopping, bei dem die Kunden entscheiden.

19. Oktober 2010

Normalerweise hat der Kunde beim Liveshopping im besten Fall Einfluss auf die Produktbewertung. Bei Kaboodle reicht dieser bis zur Auswahl des Produktes. Im Juli startete die Fashionplattform mit seinen Pop Picks. Nur die Artikel werden vergünstigt zur Verfügung gestellt, die von der Community gewählt werden. Dafür können diese mit einem Herz versehen werden.

Kaboodle

“Once products are selected, the Kaboodle community is invited to “heart” (vote for) the products they like best. After four days of voting, the most “hearted” products are made available to Kaboodle members at an exclusive price for four days or until the reserved inventory is sold out.”

Partner wie Moxsie erhoffen sich dadurch einen klaren Vorteil, weil sie ihre Reichweite steigern und noch direkter auf die Vorlieben ihrer Kunden eingehen können. Als weitere Partner sind zum Beispiel Zappos und 80s Purple vertreten.

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Gute Nachrichten

04. Oktober 2010

Fast jeden Tag werden zahlreiche Personen mit Unwetterkatastrophen, Terroranschlägen, Einsparungen oder anderen schlechten Nachrichten konfrontiert. Wem das zu viel ist, sollte einen Blick auf on4news werfen. Hier ist das Veröffentlichen von positiven Meldungen nicht nur Tugend, sondern wird regelrecht zur Pflicht. Jeder, der über eine erfreuliche Nachricht schreiben will oder eine solche im Netz gefunden hat, kann auf dem Newsportal zum Redakteur werden. Und weil on4news die Standardfunktionalitäten eines Social Networks integriert, kommen durch die Möglichkeit zu kommentieren auch eingefleischte Skeptiker auf ihre Kosten. Die Nachrichten bleiben damit zwar nicht mehr ganz so positiv, aber schön ist dennoch, dass hier noch kritisch hinterfragt und geantwortet werden kann.

on4news

Hinter on4news versteckt sich die lab4visions GmbH, eine Agentur, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Unternehmen hinsichtlich ihrer Zukunftsvisionen zu beraten.

Zurzeit ist das Nachrichtenportal unter den Nominierten für den Gründerwettbewerb „Kopf schlägt Kapital“, initiiert von Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship an der Freien Universität Berlin und Autor des gleichnamigen Buches. Bewerben kann sich jeder, der mit seinem Konzept auf Nachhaltigkeit abzielt.  Zu gewinnen gibt es zwar kein Geld, jedoch eine Metallskulptur, diese

„symbolisiert, dass man durch systematische Ideenausarbeitung und gute Konstruktion ein stabiles, austariertes Business Konzept erstellen kann. Die balancierende Figur ist seit Jahren das Markenzeichen des Labor für Entrepreneurship.“

Viele weitere Spannende Ideen sind bereits gelistet, wie zum Beispiel das Crowdfundingportal startnext oder die Plattform für mehr Demokratie, echo.

Als Gewinner wird das Unternehmen gekürt, das die meisten Votes über die Webseite des Gründerwettbewerbs bekommt.

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Elitesourcing

29. September 2010

Mass Customisation, Crowdsourcing und nun ein neues, aber dennoch ähnliches Konzept – Elitesourcing. Denn Begriff prägt zurzeit die Communityplattform für Designer edge amsterdam, geführt von Norbert Pollemans, Charly Heusschen, Derek Ariëns und Rogier van Kralingen.

edege amsterdam

Der Zugang zu der Community ist begrenzt, nicht jeder erhält eine der begehrten Einladungen. Die Selektion findet auch nicht, wie beim Crowdsourcing oft üblich, durch das Abstimmen der Nutzer statt. Hier agiert das Team um edge amsterdam selbst, indem es junge Talente rekrutiert – entweder direkt von Hochschulen für Kunst und Design oder über andere Verbindungen. Darüber hinaus können die jungen Designer sich auch direkt dort bewerben. Eine bekannte Marke ist bereits mit auf der Plattform präsent.

In Form einer Challenge möchte der Sportbekleidungshersteller O´Neill einen ambitionierten Designer finden, der die beste Idee zu der Präsentation der neuen saisonalen Kollektionen hat.

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Spenden über Facebook

07. September 2010

2AIDorgAuch Spendenaktionen sind mittlerweile auf Facebook vertreten. Hier sind zwei, die nicht nur von der Fanseite auf das Spendenkonto verweisen, sondern gezielt die Viralität des sozialen Netzwerks nutzen.  2AIDorg, eine Hilfsorganisation gegründet von der Zahnmedizinstudentin Anna Vikky,  spezialisiert sich auf den Bau von Brunnen in Armutsländern. Die Hilfsorganisation kooperiert momentan mit dem Pizzalieferservice Pesto2. Dieser spendet für jeden 2AIDorg-Fan 30 Cent für den Brunnearmedangelsspendennbau in Uganda. Insgesamt setzt die Organisation auf die Viralität im Social Web und jeder kann ohne große Mühe mitmachen. Für das Erlangen von Reichweite stellt 2AIDorg Werbebanner zur Verfügung, die als Profilbild auf MySpace, MeinVZ oder andere Netzwerke mitgenommen werden können. Insgesamt wirkt das Konzept so ausgefeilt, als ob eine professionelle Marketingagentur hinter der Hilfsorganisation steckt. Ein ähnliches Projekt hat auch armedangels Ende letzen Monats gestartet, wenn auch etwas subtiler. Das auf fair gehandelte Mode spezialisierte Unternehmen spendet für jeden Fan 20 Cent an die Trinkwasserinitiative Viva con Agua.

Siehe auch:

Frühere Einträge:

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Wie viel Personalisierung verträgt der E-Commerce?

27. August 2010

Letzten Monat realisierte Groupon personalisierte Deals. Diese basieren auf den Kriterien Geschlecht, Kaufverhalten und dem vorher im Account eingetragenen Interessen. Die persönlich zugeschnittenen Angebote werden den Usern per Newsletter zugesandt. In der Pressemeldung lässt sich, wie auch bereits auf Exciting Commerce erwähnt, die Begründung für diesen Schritt finden:

“Today Groupon unveiled Personalized Deals, a new service that tailors each Groupon subscriber’s stream of daily deals to their personal preferences and buying history. Customizing deals allows Groupon to run more deals for businesses that are located outside of city centers, that cater to niche audiences, or that aren’t seeking the heavy volume traditional Groupons deliver.  Sending different deals to different users also helps address the overwhelming demand from merchants to be featured on Groupon.”

groupon

Bereits bei Kassenzone wurde Groupon von Alexander Graf kritisiert:

„Wenn ich z.B. nur Sportaktionen bekommen möchte, sinkt meine Impulskaufwahrscheinlichkeit für z.B. eine Kaffeemaschine auf fast Null. Das ist nachvollziehbar und stimmt wahrscheinlich für die meisten Nutzer, die begeistert die Newsletter lesen.“

Hier stellt sich generell die Frage, wie viel Personalisierung für ein Wachstum im E-Commerce gesund ist. Erst kürzlich wurde die Betaphase eines neuen Social Networks mit dem Namen revvler, ein Projekt der Vimedi GmbH unter der Leitung von Mike Wagener und Marc Kornblum, bekannt gegeben. Wie bei Ebay kann hier mit Produkten gehandelt werden. Der einzige Unterschied ist, dass die Angebote eine persönliche Note bekommen. So heißt es im Blog:

„revvler steht für mehr Persönlichkeit beim online shopping. User nehmen den entscheidenden Part auf revvler ein. Sie und ihre Geschichte rücken in den Fokus. Nicht nur die Produkte und Dienstleistungen zählen auf revvler, sondern entscheidender Faktor ist der User selbst.“

revvler

Die Personalisierung geschieht durch das Anlegen eines Profils und das Hochladen eines Fotos. Beides soll dem Käufer mehr Glaubwürdigkeit vermitteln. Jedes Mitglied wird über personalisierte, aber auch allgemeine Angebote informiert. Zudem können diese ihre Suchanfragen einstellen und ähnlich wie bei My-Hammer.de auf die besten Angebote warten. Offenheit steht hier gegenüber der Geschlossenheit. Impulskäufe gegenüber der Personalisierung.

Zu Beginn werden im Laufe des Angebot- und Nachfrageprozess noch keine Nischenprodukte, wie bei Ebay, feststellbar sein, da nur das angeboten werden kann, was auch auf der Plattform gesucht wird und aus Erfahrungswerten abgeleitet entspricht dies oft einem allgemeinen Interesse. Wer seinen alten Fernseher bei dem Marktführer loswerden kann, wird ihn wahrscheinlich nicht auf einer noch unbekannten Plattform verkaufen können. Und Sucher von Produkten werden verzweifelt auf Angebote warten, zumindest, wenn die Nachfrage dafür zu hoch ist oder die Suche zu spezifisch gestellt wurde.

revvler wird es schwer haben auch nur einigermaßen mit Ebay mit halten zu können. (Was natürlich noch lange nicht heißt, dass die Plattform nicht kostendeckend arbeiten kann und generell ein ideenreiches Konzept umgesetzt wurde). Um wieder zu Personalisierten Angeboten und Impulskäufen zurückzukommen. Vielleicht wird revvler über kurz oder lang auf Impulskäufe abzielen müssen, so wie es Ebay mit seinem Mode Outlet oder aktuellen Angeboten auf der Startseite vorführt.

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