Archiv für die Kategorie ‘Social Media’

Social Web in Europa und Deutschland

17. Dezember 2009

Ein wirklich sehr ansehnliches und informatives Video zum Thema Social Web in Europa und Deutschland, gab es gestern bei Basic Thinking zu sehen. In dem Video werden aktuelle Zahlen sozialer Netzwerke wie Facebook aufgearbeitet und in Entwicklungen eingeordnet. Interessant ist vor allem der Fokus auf Deutschland und Europa und die Nennung der Quellen am Ende des Videos. Wirklich sehenswert:

Der erfolgreiche Social-Commerce-Ausflug von Best Buy

27. November 2009

best_buy_logo_1Best Buy, ein US-amerikanisches Unternehmen für Unterhaltungselektronik, setzt für sich selber weiter wichtige Impulse im Social-Commerce-Bereich. Und zwar da, wo sich die Peers finden und hin und wieder auch beraten und weiterempfehlen: auf Facebook. Und Best Buy brauch da keinen Vergleich mit der Adidas-Fanpage zu scheuen, die ihre Stores mit Facebook via Apps verbunden haben: Sowohl der Best Buy Store, als auch die Geschenkidee-App können sich sehen lassen:

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Auch der Reiter „Shop + Share“ wurde gekonnt eingebaut. Diese App erlaubt dem Nutzer (potentiellen Käufer) den gesamten Produktkatalog von Best Buy durchzublättern. Ist man fündig geworden, kann man auch gleich einkaufen, man wird automatisch nach dem Klick auf die entsprechende Produktseite von Best Buy weitergeleitet um bezahlen zu können.

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Der Idea Giftr ist ein bisschen weniger entwickelt, als der Rest, aber immer noch um Welten besser als der ganze App-Müll, den vereinzelt deutsche Unternehmen auf Facebook spammen um „eine Zielgruppe online zu erschließen“ mit einem schlechten Quiz am besten. In gewisser Hinsicht, findet sich hier sogar Innovation wieder, wie auch Paul Marsden findet:

„[…] it gives you top rated gift ideas by sex or age – for you or your contacts, and then adds them to your news feed with an I-want-one-of-those or would-you-like-one-of-those comment. By adding better profiling, and allowing people to rate products, Idea Giftr could become the shape of things to come in social recommender systems.

Und ich muss Marsden bei noch einer Sache zustimmen: Hat man sich einem Produkt angenommen und will es einem Freund mitteilen, erscheint folgender Text im Publish Fenster: „I found this gift using Idea Giftr and I thought you would like it. Let me know what you think and get inspired gift ideas powered by real people.

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Das ist wohl der einzige Marketing-Schandfleck in der ansonsten wirklich erfolgreichen und ambitionierten Social-Commerce-Unternehmung von Best Buy.

Und erfolgreich sind diese Unternehmungen ebenfalls: Seitdem die neuen Facebook-Apps vor knapp sechs Wochen gelauncht wurden, ist die Anzahl der Fans von 27000 auf über 1 Million angestiegen.

Best Buy hat die Facebook-Apps für 24 Stunden beworben und damit 163000 User für sich gewonnen. Dann trat der Empfehlungseffekt ein.

Best Buy zeigt damit, dass man auch ohne große Ideen durchaus Mehrwert bieten kann für Kunden und Fans. Falls sich die eine oder andere Marketing-Abteilung gerade jetzt zur Weihnachtszeit Druck machen sollte.

Wie IKEA erfolgreich und ungewöhnlich Facebook einsetzt

19. November 2009

Ideen muss man haben. Gute Ideen, die den Kunden etwas bringen, ihnen Spaß machen, Mehrwert bieten und einen Dialog ermöglichen. Aber schon allein „den Dialog ermöglichen“ klingt unter den Menschen, die Tipps für Social-Media-Nutzung schreiben, oder im schlimmsten Fall Beratungsdienstleistungen als „Experten“ anbieten, schon so abgenudelt, dass es höchstens zu Spott kommt.

Vielleicht liegt das daran, weil Viele den Unterschied zwischen Theorie und Praxis nicht sehen müssen, wenn verunsicherte Marken im Web den Anschluss suchen, um sich bei einer Zielgruppe ins Gespräch zu bringen, die stets größer und netzerfahrener wird. So gilt: “If you think the world is an audience – think the opposite.” Vor allem im Netz.

Hinter guten Ideen stehen kreative Menschen, die “bestehende Funktionalitäten für einen Zweck [nutzen], der niemals zuvor angedacht war, aber dennoch einen großen Reiz ausübt.” [via Thilo’s posterous, der das Folgende zuerst entdeckt und ins Gespräch gebracht hat]

IKEA, das vor allem im Social-Commerce-Bereich ein immenses Potential aufweist, hat sich fast unbemerkt in der Praxis versucht und mit mittlerweile gewöhnlichen Facebook-Funktionalitäten etwas Ungewöhnliches gewagt. Eine virale Welle:

In diesem Zusammenhang kann ich Anna Friedrich, Autorin des Themenblogs nur Recht geben, wenn sie schreibt, dass es keinen Social Media ROI gibt, und:

Immer mehr Unternehmen sind bereit, sich aufs Glatteis zu begeben: sie wollen unbedingt präsent sein in sozialen Netzwerken. Denkfehler No. 1 dabei ist meist: ‘Je mehr Geld ich investiere, desto erfolgreicher bin ich.’ Soziale Medien funktionieren aber nicht wie die freie Wirtschaft. Es geht hier um die Begeisterung der Menschen, der Enthusiasten einer Marke [...]. Die Kunden mitzureißen und interessante Dialoge mit ihnen und für sie zu schaffen, ist unbezahlbar. Es ist ein Spiel, auf das sich Unternehmen einlassen müssen [...].”

Eine Sache, hat Anna Friedrich nicht exakt differenziert: Unternehmen müssen bereit sein in diesen Bereich zu investieren. Wie viel genau, ist völlig egal. Die Frage ist aber, wohin diese Investitionen denn genau hingehen. Benutzt man das Geld lediglich dafür um eine Bühne für die eigenen Anliegen zu bauen, gebe ich Anna Friedrich völlig Recht. Aber im Falle IKEA haben sich die Investitionen gelohnt (siehe Video), die nur mit guten Ideen (und netten Produkten) Früchte tragen konnten.

50 Prozent aller Online-Retailer bewegen sich auf Social Communities

21. September 2009

social-media-wagon-300x257Wer hätte das gedacht: Twitter und Facebook gehören im Bereich Social Commerce zu den am meisten genutzten Social Communities. Das geht zumindest aus dem neusten Report „Community und Social Media Study“ hervor, der aus einer Zusammenarbeit zwischen dem US-amerikanischen E-Commerce-Berater e-Tailing Group und dem Provider für professionelle Kunden-Bewertungsplattformen PowerReviews entstanden ist.

Social Media Marketing wächst derzeit im E-Commerce zu einer relevanten Komponente heran, wobei besonders große Marken und amerikanische Unternehmen wieder einmal vorlegen und Europa langsam und zögerlich folgt. Mit Erfolg, wohlgemerkt.

An anderen Stellen wird die Rezession als Argument aufgeführt, weshalb Unternehmen Social Media Marketing als neue Chance betrachten.

Naheliegend ist allerdings auch, dass Unternehmen auch ohne Rezession früher oder später diesen Weg hätten gehen müssen, denn kluges Social Media Marketing ist auch so eine Chance, abseits einer Rezession.

Mehr als 50 Prozent der bisherigen Online-Retailer greifen durchschnittlich auf fünf Social Media Tools für das Bekanntmachen ihrer Online-Shops oder Marken zurück. Knapp 86 Prozent setzen zu diesem Zweck eine Facebook-Fanpage ein (siehe auch: Branding mit Facebook-Fanpage), 65 Prozent nutzen Twitter für eine eher Web-2.0-affinere Zielgruppe, 55 Prozent setzen Blogs und Verbraucherplattformen ein und wiederum 50 Prozent kommunizieren ihre Botschaft via Viral-Clips.

Insbesondere die letzten sechs Monate wurden von 75 Prozent der 117 befragten Unternehmen dazu genutzt, den Einsatz ihrer Social Media Strategie zu professionalisieren, auszubauen und zu fokussieren.

Der Präseident der e-Tailing Group, Freedman, ist gar der Ansicht, dass die Integration von Social Networking im E-Commerce die Schwelle zur kritischen Masse erreicht hat.

It’s not what you say that matters

16. September 2009

Paul Isakson ist strategischer Leiter der Kreativagentur space150 mit Büros in Los Angeles, Minneapolis und New York City. Er erklärt in der folgenden Präsentation sehr (sehr) ansehnlich, wie Unternehmen sich umstrukturieren müssen, bevor sie sich gierig auf Social Media und Social Media Marketing stürzen. Er weist auf ganz simple Fehler hin und erklärt in fünf Schritten die Wesenmerkmale im Social Media Bereich und mit welchen Fragen man antreten sollte.

Social Media: It’s Not What You Say That Matters