Archiv für die Kategorie ‘User Experience’

deinblick – Zeitschrift aus User Generated Content

31. Januar 2011

Einen gut bezahlten Job mit Firmenwagen schmiss Chris Schiebel, um sein Vorhaben eines nutzererstellten Magazins zu verwirklichen. Mittlerweile ist aus der Idee ein spannendes Geschäftsmodell geworden. Nicht nur die von immer wechselnden Autoren ausgeklügelten Inhalte machen das Magazin so interessant, das Besondere ist ihre persönliche Sicht auf die Umwelt. Vor jeder Ausgabe wird von deinblick ein Topic festgelegt, zu denen Texte aus der ganzen Welt auf die Onlineplattform der Zeitschrift hochgeladen werden. Die passendsten werden dann von der festen Redaktion für die bevorstehende Ausgabe ausgewählt.

Durch die Zuarbeit der Nutzer kommen immer wieder spannende Projekte zutage, wie zum Beispiel „The Legotek Projekt“ – eine Bewegung aus Tel Aviv, die elektronische Musik zu einzigartigen Kunstevents werden lässt. Die nächste Ausgabe erhält einen noch internationaleren Touch. Die Beiträge werden in verschiedenen Sprachen wie Slowakisch, Portugiesisch oder Hebräisch veröffentlicht. In Kürze erscheint die dritte Ausgabe von deinblick, und viele weitere sollen noch folgen.

Ein Interview mit dem Gründer Chris Schiebel ist auf förderland.de zu finden.

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Mini Shops im Facebook Newsfeed

26. Januar 2011

Vor einiger Zeit habe ich hier auf ein Startup aufmerksam gemacht, das sich mit einer noch nicht in die Tat umgesetzten Idee bei der e-challenge 2010 beworben hatte. Die Maria GmbH, allen voran Adrian Thoma, hatte sich unter dem Namen Sellaround ein Konzept für einen Minishop für soziale Netzwerke überlegt. Jeder kann zu einem Shopbetreiber werden und maximal ein Produkt über das Shoppingwidget anbieten. Der Clou dabei ist, dass der Minishop direkt in das eigene Facebook-, Twitter- oder Myspaceprofil integrierbar ist und mit jeglichen Freunden der Netzwerke geteilt werden kann.

Mittlerweile gibt es bereits eine Liste voller Nutzer, die das Widget für sich entdeckt haben und entweder eigene Produkte verkaufen oder als Affiliate für andere Shops auftreten. Das Verkaufen auf Facebook ist so aktuell wie nie zuvor. Bereits auf Handelskraft habe ich über zwei ähnliche Konzepte für den Musikmarkt berichtet. Und auch wir setzen aus guten Gründen auf das soziale Netzerk, so haben im letzen Jahr unsere dotSource-Entwickler einen Facebookshop entwickelt, über den Produkte direkt verbreitet werden können. Laut einer Studie von eCircle und Mediacom Science informieren sich bereits 31% der Nutzer des sozialen Netzwerks über Unternehmen und Produkte, was fast ein Drittel der Gesamtnutzer ausmacht.

Was macht diesen Trend aus? Ist Facebook in Sachen Empfehlungen wirklich so anders als die reale Welt? Vielleicht lassen sich hier einige Unterschiede sammeln.

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Gute Nachrichten

04. Oktober 2010

Fast jeden Tag werden zahlreiche Personen mit Unwetterkatastrophen, Terroranschlägen, Einsparungen oder anderen schlechten Nachrichten konfrontiert. Wem das zu viel ist, sollte einen Blick auf on4news werfen. Hier ist das Veröffentlichen von positiven Meldungen nicht nur Tugend, sondern wird regelrecht zur Pflicht. Jeder, der über eine erfreuliche Nachricht schreiben will oder eine solche im Netz gefunden hat, kann auf dem Newsportal zum Redakteur werden. Und weil on4news die Standardfunktionalitäten eines Social Networks integriert, kommen durch die Möglichkeit zu kommentieren auch eingefleischte Skeptiker auf ihre Kosten. Die Nachrichten bleiben damit zwar nicht mehr ganz so positiv, aber schön ist dennoch, dass hier noch kritisch hinterfragt und geantwortet werden kann.

on4news

Hinter on4news versteckt sich die lab4visions GmbH, eine Agentur, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Unternehmen hinsichtlich ihrer Zukunftsvisionen zu beraten.

Zurzeit ist das Nachrichtenportal unter den Nominierten für den Gründerwettbewerb „Kopf schlägt Kapital“, initiiert von Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship an der Freien Universität Berlin und Autor des gleichnamigen Buches. Bewerben kann sich jeder, der mit seinem Konzept auf Nachhaltigkeit abzielt.  Zu gewinnen gibt es zwar kein Geld, jedoch eine Metallskulptur, diese

„symbolisiert, dass man durch systematische Ideenausarbeitung und gute Konstruktion ein stabiles, austariertes Business Konzept erstellen kann. Die balancierende Figur ist seit Jahren das Markenzeichen des Labor für Entrepreneurship.“

Viele weitere Spannende Ideen sind bereits gelistet, wie zum Beispiel das Crowdfundingportal startnext oder die Plattform für mehr Demokratie, echo.

Als Gewinner wird das Unternehmen gekürt, das die meisten Votes über die Webseite des Gründerwettbewerbs bekommt.

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Rightcliq im Test

21. August 2010

Visa hat vor Kurzem mit Rightcliq eine neue Shoppingplattform gelauncht. Eine reine Plattform ist es eigentlich nicht, sondern vielmehr eine Kombination mit einer Toolbar für den Browser. Während des Onlineshopbummels können sich User mit der Hilfe von Rightcliq Produkte merken und ihren Freunden weiterempfehlen, die dann auf dem Wishspace von Rightcliq abgebildet werden.

Add to Wishspace

Kritik:
Eigentlich gibt es nicht viel zu bemängeln. Einige Schwierigkeiten gibt es bei dem Hinzufügen von Produkten. Dafür sollen Bilder auf ein Fenster gezogen werden, darunter die Bemerkung, dass bestimmte Flashbilder mit Rightcliq nicht kompatibel sind. Das Hinzufügen funktioniert oft auch nur, wenn erst die Shopseite und dann das Tool aufgerufen wird, jedoch eher nicht vice versa.

Save Purchase

Lob:
Bei dem Hinzufügen, können die Produkte auch gleich Kategorisiert werden. Zudem ist es möglich Freunde per Email oder Facebook um Rat zu fragen. Auf der Plattform von Rightcliq können Details zu der Kreditkarte angegeben werden. Bei dem Checkout können diese dann bei dem Kauf eines Artikels mit dem Tool automatisch eingetragen werden. Alle Käufe werden ebenso auf der Plattform aufgeführt.

Wishspace

Fazit:
Fischen und Sammeln lauten hier die Stichworte. Erst sucht sich der User mit dem Tool einen Artikel aus, der dann auf der Plattform eingesehen und zur Bewertung versendet werden kann. Vielleicht weiß der Otto-Normal-Käufer mit dem Tool nicht viel anzufangen, aber für jeden Shopaholic wird Rightcliq eine wahre Freude sein.

Siehe auch:

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Das deutsche Lockerz im Test

19. Juli 2010

Für den Monat Juli hat das Magazin für E-Business, Social Media und Web 2.0, t3n die Top 100 Web-Startup Charts herausgegeben. Unter die besten hundert, und sogar unter die besten 50, hat es diesmal Dshini.net geschafft. Die Community funktioniert in etwa nach dem gleichen Prizip wie Lockerz.com, über die vor einiger Zeit auf Social Commerce berichtet wurde.  Das deutsche Lokerz soll hier nicht ungetestet bleiben:

Zwischenablage02

Kritik:

Das Design von Dshini.net ist nicht gerade optisch ansprechend. Das Logo befindet sich auf einem orangefarbenen Balken in Kombination mit waldgrün, darunter lächelt mich ein Waschbär an, daneben ein Video, wieder mit demselben Waschbär. – Der Webauftritt eines regionalen Tierheims? -

Weiter geht es mit der Registrierung. Bei dem Versuch mein Geburtsjahr einzugeben bin ich gnadenlos gescheitert, die letzen Ziffern der Jahre wurden leider nicht angezeigt, so habe ich mich glatt um fast 20 Jahre älter gemacht. Nach mehr oder weniger erfolgreicher Registrierung bin ich auf meinem Profil angelangt, wieder in orange und waldgrün gehalten, daneben ein Werbebanner von Alice in dunkelrot – nicht nur unser Designer würde bei solchen Farbkombinationen aufschreien. -  Zudem werden die Funktionen mit lieblos gestalteten Icons präsentiert.

Zwischenablage03

Nachdem ich für das Einloggen und für ein paar Klicks bereits ein paar Dshins bekommen habe, schaute ich mir an, was ich mir in dem Shop dafür kaufen kann – leider noch nichts, diese Funktion soll wohl erst in nächster Zeit ausgebaut werden.

Lob:

Abgesehen von dem Design und dem ein oder anderen Makel bietet Dshini.net zahlreich interessante Funktionen. Für so ziemlich alles kann der Nutzer Punkte bekommen: Für das Nutzen der dortigen Spiele, wie zum Beispiel „Dshini sagt“, angelehnt an das Spiel „Simon sagt“, das Abrufen seines Dshini-Kontos und für das Erfüllen der Dailies. Unter letzteren befinden sich Aufgaben, wie das hinterlassen einer Nachricht auf einer Pinnwand. Die erarbeiteten Dshins können dann im Markt direkt gegen Produkte eingelöst werden. Zudem hat jeder Nutzer die Möglichkeit sich ein Produkt zu wünschen.

Zwischenablage01

Das Wunschprodukt stammt von einer externen Plattform, z. B. Amazon, der Warenwert wird direkt in Dshins umgerechnet, die unter dem Produkt angezeigt werden. Wenn der Nutzer durch seine Aktivitäten auf der Plattform die benötigten Dshins erreicht, wird das Produkt über Dshini.net direkt zu diesem versendet – der Wunsch ist mit dem Erreichen der Punkte erfüllt. Weiterhin kann mit der Währung auch für soziale Projekte gespendet werden. Der Vorteil an dieser Community liegt darin, dass die Nutzer nicht ihr eigenes Geld einsetzen müssen. Nach eigenen Angaben trägt sich die Plattform durch Werbeeinnahmen.

Unterschiede zu Lockerz.com:

Im Unterschied zu Lockerz.com ist Dshini.net nicht so sehr auf Entertainment, sondern vielmehr auf den sozialen Faktor ausgelegt. (Neben der Möglichkeit für Projekte zu spenden, können sich die einzelnen Mitglieder gegenseitig mit den gesammelten Dshins unterstützen.)

Fazit:

So wie Lockerz.com bietet auch Dshini.net einen enormes Suchtpotential, da für fast jede Aktivität Punkte vergeben werden. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund, warum die Plattform gleich unter die besten 50 in dem t3n Ranking, das auf Daten von Google und Yahoo basiert, gelistet wurde. Schade nur, dass hinsichtlich des Designs sehr viel  Potential verschenkt wird. Vielleicht könnte es die Community dann sogar unter die besten 20 der Charts schaffen.

Siehe auch:

Frühere Einträge:

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