Archiv für die Kategorie ‘Zahlen & Statistik’

Social Commerce: DaWanda mit 350 Prozent mehr Umsatz

15. Dezember 2009

dawandalogoDaWanda, der „Marktplatz für einzigartige Geschenke“, feiert seinen dritten Geburtstag (Herzlichen Glückwunsch auch meinerseits). Wie auch deutsche-startups bereits berichteten, konnte DaWanda von 250 Herstellern mit 1500 Produkten, 1200 Mitgliedern und 200000 PIs auf mittlerweile 50000 Hersteller mit 650000 Produkten, 420000 Mitgliedern und 60 Millionen PIs (im Monat) wachsen.

dawanda

Laut Angaben DaWandas, wächst der Umsatz um 350 Prozent pro Jahr. Eine kleine Milchmädchenrechnung seitens deutsche-startups ergibt, dass DaWanda damit nun einen siebenstelligen Umsatz für 2009 erwirtschaftet und bereits vor Weihnachten über eine Million Produkte verkauft haben soll.

DaWanda, das seinen Erfolg vor allem der außergewöhnlichen Produktpalette verdankt, strebt 2010 eine Umsatz-Verdreifachung und eine Mitglieder-Verdopplung an und will auf dem französischen Markt weiterhin Fuß fassen.

Die Social-Commerce-Plattform zog Anfang 2009 mit Etsy gleich, als man Einstellgebühren einführte, die sich zwischen 10 und 30 Cent pro (nicht) verkauftes Produkt belaufen. Jochen Krisch berichtete über diese Einführung von Einstellungsgebühren bei DaWanda bereits Anfang dieses Jahres: DaWanda erwartet Geldsegen zum Jahresanfang.

etsy

Neben den Einstellgebühren, der Umsatzprovision von 5 Prozent, gibt es sowohl bei Etsy als auch bei DaWanda die Möglichkeit Werbefelder zu kaufen, die bei DaWanda sehr schön als Logenplätze zentral auf der Startseite eingearbeitet wurden:

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Wie das bei spannenden Modellen so ist, gibt es immer wieder Versuche mit ähnlichem oder gleichem Konzept an die Erfolge anderer anzuknüpfen. Im Fall Etsy und DaWanda sind das nicht wenige Anbieter, wobei sich mittlerweile mindestens einer wieder verabschiedet hat: Mintd.

Ein weiterer deutscher Anbieter ist beispielsweise vondir.de.

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Social Commerce: Shopping-Club Brands4Friends erreicht Break Even

08. Oktober 2009

b4f2Shopping-Club Brands4Friends erreicht den Break-Even und zieht Bilanz: Im zweiten Geschäftsjahr peilen die Geschäftsführer der Shopping-Community einen Gesamtumsatz von 85 Millionen Euro an, womit nach eigenen Angaben die Gewinnschwelle erreicht wäre. Bereits im ersten Geschäftsjahr konnte das Berliner Unternehmen einen Umsatz von 25 Millionen generieren. Und auch wenn die genauen Zahlen derzeit noch auf sich warten lassen, sind die Ausblicke hervorragend und so erhält die selbstbewusste Einschätzung auch eine charmante Note. Der Umsatz soll im Vergleich zum Vorjahr noch stärker steigen, ebenso ist eine Verdopplung der Mitarbeiter – derzeit 200 – geplant.

Brands4Friends gewinnt täglich rund 10.000 neue Mitglieder und verzeichnet – ebenfalls täglich – bis zu 220.000 Besucher auf dem Portal, das laut Eigenangabe im August einen Besucherrekord von 1,6 Millionen Unique Visits notierte. Christian Heitmeyer, Geschäftsführer von Brands4Friends:

„[…] Wir sind Profiteure der Wirtschaftskrise und auf bestem Weg, sehr bekannte amerikanische E-Commerce-Player einzuholen.

Wie es aussieht ist es nicht nur eine stolze Brust, die sich dort aufplustert, sondern konkrete Vorstellungen, denn das Shoppingportal arbeitet an einer internationalen Expansionsstrategie und möchte das eigene Angebot unter anderem um Elektronikartikel, Möbel und – ganz recht – Autos erweitern. Die Kapitalgeber liegen mit ihrer Einschätzung zu deren „attraktivsten Investition der letzten Jahre“ also goldrichtig.

Insbesondere das Konzept des Shoppingclubs hat im E-Commerce Dynamik entwickelt und zeigt hervorragend auf, wie man das Internet als ein Life- und Live-Medium bei erfahrenen Nutzern einsetzen und vermarkten kann, solange man auf Community baut. Dass vor allem Shopping-Clubs momentan profitieren, ist neben dem Hype auch teils einem weiteren Umstand geschuldet: Die Online-Erfahrung der Kunden steigt natürlich. So ergab eine Umfrage unter 500 Lesern des französischen Journal du Net (Oktober 2006), dass Nutzer in Frankreich, welche bei Shopping-Clubs registriert sind, auch in anderen Clubs Mitglieder sind. Weitere Angaben lassen sich der Studie/Bestandsaufnahme „Social Commerce – Verkaufen im Community-Zeitalter“ entnehmen. Demnach waren damals mehr als 60 Prozent, die bereits bei einem Shopping-Club gekauft hatten, sehr online-erfahren und mindestens drei Jahre im Internet aktiv.

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Das war 2006. Drei Jahre später, sprich heute, sind in Deutschland mehr als 13 Millionen Nutzer auf den VZ-Netzwerken angemeldet, plus andere Netzwerke. Die Zielgruppe, die sich für Angebote wie Shopping-Clubs potentiell erschließen lässt, ist also vor allem den letzten drei bis vier Jahren geschuldet. In gewisser Hinsicht ist anzunehmen, dass soziale Netzwerke den Nutzern, die mittlerweile online einkaufen gehen, wesentlich mehr Vertrauen im Netz gegeben hat und vor allem aufgezeigt hat, was kommunikationstechnisch möglich ist, wovon solche attraktiven Modelle wie Club-Shopping nun profitieren. Gleiches gilt auch für andere Modelle, die sich in den Bereich Social Commerce vortasten. Gratulieren wir also Brands4Friends, sollten wir auch gleichzeitig eine Dankeschön an Facebook und Co. Veräußern.

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Edelight.de zum dritten Mal in Folge in IVW-Zahlen

10. August 2009

edelightBereits zum dritten Mal in Folge taucht die Stuttgarter Social-Shopping-Plattform edelight.de in den Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) auf. Waren es im Mai noch knapp über eine Million Visits, sind es Juli bereits knapp 1,2 Millionen.

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Edelight.de setzt seinen Kurs nach oben unter der Geschäftsführung Peter Ambrozys fort.

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Wie Gründerszene.de heute bereits berichtete, konnte edelight „mit t-online.de einen großen neuen Partner für seine E-Commerce-Lösungen finden. Die Stuttgarter betreiben mit dem Stylefinder eine visuelle Modesuche unter der Rubrik Shopping auf t-online.de. In einem nächsten Schritt wird zusätzlich aus den redaktionellen Bereichen in den Stylefinder verlinkt. Nutzer finden dann zu den Artikeln der unterschiedlichen Rubriken passende Produkthinweise aus den angebundenen Shops.

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Nielsen-Studie: Empfehlungen und Online-Konsumentenbewertungen sind weltweit die vertrauenswürdigsten Werbeformen

29. Juli 2009

An User Generated Content kommt kein Onlineshop, der sich halten oder erfolgreich sein will, vorbei. In Zukunft darf man sich auf ein paar spannende Projekte/Shops freuen, die UGC nicht nur mehr einbinden, sondern ihn fast vollständig in den Vordergrund stellen werden: UGC als Aufmerksamkeitswährung, als eine selbsttreibende Werbeform im Social Commerce.

Dass UGC das höchste der derzeitigen Gefühle ist, unterstreicht noch einmal eine aktuelle (Juli 2009) Nielsen-Studie zum Thema „Vertrauen in Werbung“ (PDF zum Download, inkl. Abbildungen & Statistiken), zu der 26219 Menschen in mehr als 50 Ländern befragt wurden (Deutschland: 502 Befragte).

Wo orientieren sich Konsumenten am meisten, welcher Werbeform vertrauen sie am meisten und wo kommen die Einflüsse her? Es ist zu erkennen, dass vor allem vier Werbeformen, sowohl weltweit wie im folgenden […],

vertrauenW[Quelle: Nielsen, weltweiter Durchschnitt]

[...] als auch in Deutschland annähernd dasselbe Vertrauen entgegengebracht wird:
vertrauenD[Quelle: Nielsen, deutscher Durchschnitt]

1. Empfehlungen von Bekannten ist sowohl weltweit (90 Prozent), als auch in Deutschland (89 Prozent) die für den Kunden vertrauenswürdigste Werbeform. In diesem Fall sind es vor allem soziale Netzwerke wie Facebook, die eine weitreichende Empfehlungslücke für die Masse schließen bzw. vetrauenswürdig und nicht belästigend sind.

2. Online-Konsumentenbewertungen ist die erste Form der Social Commerce-Features, denen weltweit 70 Prozent der Befragten vertrauen (Deutschland: 67 Prozent). Nicht mehr wegzudenken.

3. Markenwebsites stehen weltweit ebenfalls hoch im Kurs (70 Prozent), in Deutschland mittlerweile auch bei 57 Prozent.

4. Auf Platz 4 weltweit stehen redaktionelle Inhalte als Werbeform (69 Prozent), in Deutschland ist diese Form allerdings noch auf Platz 2 bei 76 Prozent.

Im Großen und Ganzen sollten diese Zahlen niemanden überraschen. Sie unterstreichen jedoch die Entwicklung und die wachsende Relevanz von UGC in Form von Bewertungen, Rezensionen, Kommentaren und Empfehlungen. Wie Shops und Marken mit dieser Werbeform umgehen, ist noch mal eine ganz andere Sache.

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