Das Überraschungselement im Social Shopping am Beispiel Mellowball

Verfasst am 19. März 2010 von Sebastian um 16:27 Uhr

Eine wirklich ganz schöne Idee verfolgt das Social-Shopping-„Gimmick“ (eine Plattform ist es ja eher nicht) Mellowball.com. Auf der Startseite wabert und pulsiert eine aus vielen völlig unterschiedlichen Produkten zusammengehaltene Kugel:

mellowball

Per Klick auf diese Kugel, wird diese ein paar Sekunden lang durchgeschüttelt, bis sich eine Überraschung offenbart:

mellowball1

- Sonderangebote aus den Bereichen Fashion, Design, Lifestyle, Technik, Reisen und auch Unterhaltung.

Das Motto „Take it or Shake it!” ist ernst zu nehmen. Denn die täglich variierende Auswahl der Sonderangebote kommt teilweise aus ausgewählten Live-Shopping- und Social-Shopping-Seiten, sowie Shopping-Clubs.

Möchte man ein Sonderangebot kaufen, kann man es per Weiterleitung zu den Partnershops direkt kaufen, oder aber – sofern das Sonderangebot uninteressant ist – die Kugel einfach noch mal für ein weiteres Angebot schütteln.

Kostenlose Nutzung, keine Mitgliedschaft.

Spannend an dieser Idee, ist die spielerische (und visuelle) Umsetzung, die immens viel ungenutztes Potential aufweist. Das Spiel mit dem Überraschungselement, womit Mellowball wirbt, ist nicht neu, wurde im Live-Shopping bereits ausprobiert und ist auch Teil des Groupon-Konzeptes.

hipstery

Das Überraschungsmoment, mit dem beispielsweise auch auf dem Mystery-Shirt-Shop Hipstery.com experimentiert wird, erweitert den Aggregator  Mellowball erheblich. Gerade im E-Commerce ist derzeit Aufbruchsstimmung, in der Themen wie Mobile Commerce, Ausbau der Kommunikationsstrukturen (Social Commerce), aber auch der Spaßfaktor vielseitig diskutiert und teilweise auch ausprobiert werden. Einer dieser Spaßfaktoren ist das Überraschungselement, das bis heute lediglich experimentell (z.B. bei Woot!) und nur sehr rudimentär realisiert wurde.

Und in diesem Punkt, bleibt Mellowball in der derzeitigen Umsetzung weit unter dem Potential.

Verschiedene Funktionalitäten aus dem Social-Commerce-Bereich sind in Mellowball eingearbeitet (Countdown der Sonderangebote, Empfehlungsmöglichkeiten, Bookmarking, Social-Medie-Anbindung zu Facebook und Twitter), wirken hier allerdings sehr altbacken. An Interaktion und Austauschmöglichkeiten fehlt es Mellowball lokal fast vollständig.

Was die Umsetzung und die Idee angeht, können allerdings einige Konzepte und Social-Shopping-Plattformen von diesem Überraschungsgag lernen: Nicht das Produkt in den Vordergrund stellen, sondern den Kunden, in diesem Fall aber den Spielspaß für den Kunden.

Wer die Überraschung beim Einkaufen im Internet sucht, wird hier in jedem Fall ansatzweise bedient. Mit dem innovativen Ansatz. Allerdings darf man hier nicht außer Acht lassen, dass die Zielgruppe eine ist, die nicht nach spezifischen Produkten sucht, was allerdings eine klare Abgrenzung zur Produktsuchmaschine darstellt.

Für Groupon-Adaptionen ist das ein durchaus inspirierender Ansatz. Allerdings auch für andere Konzepte.


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Video zur Geschichte der Coca-Cola-Fanpage auf Facebook

Verfasst am 17. März 2010 von Sebastian um 10:44 Uhr

Im August 2008 beschlossen zwei Facebook-Nutzer aus einer Laune heraus, ungefragt eine Fanseite für Coca-Cola auf  Facebook zu erstellen, einfach weil sie Cola mochten. Damit entstand die weltweit erste Produkt-Fanpage. Heute, knapp anderthalb Jahre später, kann die Coca-Cola-Fanpage auf stolze 5,2 Mio. Fans blicken.

Coca-Cola hat das Potential der Fanpage relativ schnell erkannt und konnte vor allem wegen des Wiedererkennungswerts relativ schnell Fuß im Social-Media-Bereich fassen.

Coca-Cola gab bei den beiden Gründern das Erstellen ihrer Geschichte in Auftrag. Die Geschichte der Coca-Cola-Fanpage. Sehr gelungen wie ich finde:


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Video: Für welche Bereiche im E-Commerce eignet sich Social Commerce?

Verfasst am 19. Februar 2010 von Sebastian um 14:25 Uhr

Wie vor einer Woche bereits auf Handelskraft.de („Social Commerce: Transparenz im modernen Handel“ ) angesprochen, wird das Thema Social Commerce derzeit viel herumgereicht und diskutiert.

Einige wenige wirklich gute Übersichtsberichte zum Thema Social Commerce sind auch nach zwei Jahren noch hochaktuell. Oder auch die sehr schöne seit einigen Tagen im Netz kursierende Social-Commerce-Präsentation von Hediye Evsan:

Dass das Thema derzeit so populär wird und sich Diskurse verdichten, führt zu vielen Fragen. Fragen, mit denen sich vor allem Marketers herumschlagen müssen. Die einen oder anderen haben das Thema jetzt auf dem Schirm, wollen auch auf den Social-Commerce-Zug aufspringen, 2010 oder 2011 und werden sicherlich Schwierigkeiten haben, Mehrwerte und Konzeptvorschläge den Entscheidern von Onlinestore zu kommunizieren.

Wer derzeit mit Social Commerce herumexperimentiert, was auf dem Markt derzeit möglich ist, welche Ideen bisher umgesetzt wurden, ist den Verweisen oben zu entnehmen.

Aber: Für wen eignet sich Social Commerce überhaupt? Welche E-Commerce-Segmente könnten davon profitieren? Und was muss schon da sein, bevor man überhaupt an die Umsetzung von Social Commerce denkt?

Ein kaum beachtetes, ein Jahr altes, aber dennoch sehr aktuelles Interview mit Online-Marketing-Professional Dr. Torsten Schwarz zum Thema Social Commerce, zeigt vor allem auf, was im aktuellen Hype des Themas zu kurz kommt: Was ist die Basis für den Einsatz von Social-Commerce-Elementen auf einem Onlineshop?

Wie Torsten Schwarz richtig formuliert, ist Social Commerce derzeit ein Add-On. Themen wie Community, speziell für Kommentare, Bewertungen, Rezensionen und die Wirkungsweisen dieser auf den Online-Kunden, wurden schon in einigen Studien skizziert und belegt.

Das gilt jedoch nicht für jedes E-Commerce-Segment. Deswegen Vorsicht, wenn der Hype um Social Commerce in diesem Jahr noch lauter wird, man sollte sich davon nicht blenden lassen, wenn die Ausrichtung des Shops, die Zielgruppe ungeeignet ist.

Und machen wir uns nichts vor: Der Begriff Social Commerce oder auch Social Shopping ist noch immer mit großen Fragezeichen behaftet und wird derzeit größtenteils in der E-Commerce-Branche diskutiert, und nicht außerhalb.


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Social Web in Europa und Deutschland

Verfasst am 17. Dezember 2009 von Sebastian um 10:42 Uhr

Ein wirklich sehr ansehnliches und informatives Video zum Thema Social Web in Europa und Deutschland, gab es gestern bei Basic Thinking zu sehen. In dem Video werden aktuelle Zahlen sozialer Netzwerke wie Facebook aufgearbeitet und in Entwicklungen eingeordnet. Interessant ist vor allem der Fokus auf Deutschland und Europa und die Nennung der Quellen am Ende des Videos. Wirklich sehenswert:


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Social Commerce: DaWanda mit 350 Prozent mehr Umsatz

Verfasst am 15. Dezember 2009 von Sebastian um 14:35 Uhr

dawandalogoDaWanda, der „Marktplatz für einzigartige Geschenke“, feiert seinen dritten Geburtstag (Herzlichen Glückwunsch auch meinerseits). Wie auch deutsche-startups bereits berichteten, konnte DaWanda von 250 Herstellern mit 1500 Produkten, 1200 Mitgliedern und 200000 PIs auf mittlerweile 50000 Hersteller mit 650000 Produkten, 420000 Mitgliedern und 60 Millionen PIs (im Monat) wachsen.

dawanda

Laut Angaben DaWandas, wächst der Umsatz um 350 Prozent pro Jahr. Eine kleine Milchmädchenrechnung seitens deutsche-startups ergibt, dass DaWanda damit nun einen siebenstelligen Umsatz für 2009 erwirtschaftet und bereits vor Weihnachten über eine Million Produkte verkauft haben soll.

DaWanda, das seinen Erfolg vor allem der außergewöhnlichen Produktpalette verdankt, strebt 2010 eine Umsatz-Verdreifachung und eine Mitglieder-Verdopplung an und will auf dem französischen Markt weiterhin Fuß fassen.

Die Social-Commerce-Plattform zog Anfang 2009 mit Etsy gleich, als man Einstellgebühren einführte, die sich zwischen 10 und 30 Cent pro (nicht) verkauftes Produkt belaufen. Jochen Krisch berichtete über diese Einführung von Einstellungsgebühren bei DaWanda bereits Anfang dieses Jahres: DaWanda erwartet Geldsegen zum Jahresanfang.

etsy

Neben den Einstellgebühren, der Umsatzprovision von 5 Prozent, gibt es sowohl bei Etsy als auch bei DaWanda die Möglichkeit Werbefelder zu kaufen, die bei DaWanda sehr schön als Logenplätze zentral auf der Startseite eingearbeitet wurden:

dawanda1

Wie das bei spannenden Modellen so ist, gibt es immer wieder Versuche mit ähnlichem oder gleichem Konzept an die Erfolge anderer anzuknüpfen. Im Fall Etsy und DaWanda sind das nicht wenige Anbieter, wobei sich mittlerweile mindestens einer wieder verabschiedet hat: Mintd.

Ein weiterer deutscher Anbieter ist beispielsweise vondir.de.


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