Social Contests auf einen Klick & Plattformen helfen Japan

Verfasst am 15. März 2011 von Thomas Wetzel um 13:04 Uhr

Ein großer Trend im Social Commerce sind Gewinnspiele, Contests und Give Aways. Über Facebook und Twitter steigern sie die Bekanntheit und die Followerzahl. Zusätzlich können Unternehmen gleichzeitig neue Produkte testen und Meinungen einholen.

Die Idee eines Angebots von zusammengefassten Gewinnspielen über ein Medium nutzten schon Portale wie Gewinnspiel.deGwazu.com hat dieses Prinzip nun auf solche, über soziale Netzwerke laufende, Aktionen angewendet.

Dabei ist natürlich eine direkte Verbindung zu Facebook und Twitter möglich und Unternehmen können, gegen Gebühr, Premiumwerbeplätze auf der Startseite belegen. In fast allen Fällen ist dabei die Teilnahme gleichbedeutend mit einem „Like“ oder einem „Retweet“.

Neben den Gewinnspielen fällt auf, dass aus aktuellem Anlass auch viele Unternehmen verschiedenste Arten von Spendenaktionen ins Leben rufen. Ein Beispiel dafür sieht man im Gwazu- Bild von der Firma VitaCoco.

Die reine Spieleplattform Zynga hat dabei den hohen Bekanntheisgrad seiner Spiele genutzt und durch in die Spiele integrierte Spenden der User bereits eine Million US$ gesammelt.

Google nutzt seine Ressourcen für Japan und hat neben gewissen Spendensummen, den Google Person Finder gestartet, um vermisste Personen über verschiedene Wege aufzuspüren und zusätzlich einen Tsunami Alarm eingerichtet.

Es ist schön zu sehen, dass Social-Commerce-Plattformen dabei derzeit den Fokus eher auf den „social Part“ ihrer Aktionen lenken und ihre Bekanntheit für einen guten Zweck nutzen.

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Crowdsourcing – Wie Nutzer spielend finnische Zeitungen für das Netz indizieren

Verfasst am 03. März 2011 von sbartmann um 11:08 Uhr

Das Archivieren von Büchern, Zeitungen oder anderen Medien gilt prinzipiell als ziemlich monotone Tätigkeit. The National Library of Finland hatte eine schlaue Idee, um der Eintönigkeit entgegenzuwirken. In Zusammenarbeit mit Microtask, ein Unternehmen das Software speziell für Bibliotheken und Archive anbietet, wurde ein Crowdsourcing-Modell entwickelt, bei dem Nutzer spielend alte finnische Zeitschriften für das Web indizieren. DIGITALKOOT heißt das Projekt, das zwei Spiele beinhaltet, die der Bibliothek beim Archivieren helfen. Die freiwilligen Helfer haben seit dem Start am 08. Februar um die 92000 Minuten (etwas über 2 Monate)  mit dem Spielen der beiden Browsergames verbracht.  Wer der finnischen Sprache mächtig ist, wird noch genügend Zeit haben, um bei dem Projekt mitzuwirken, denn in naher Zukunft sind noch weitere spielerische Aufgaben geplant.

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Virtuelle Karte für Rollstuhlfahrer

Verfasst am 23. Februar 2011 von sbartmann um 11:44 Uhr

Die Welt mit anderen Augen wahrnehmen, heißt es für Rollstuhlfahrer, wenn sie ihre täglichen Gänge nach draußen erledigen. Treppen und enge Gassen werden hier oft zu unüberwindbaren Hindernissen. Auf vielen Stadtkarten wird zwar markiert, wo sich welcher Ort finden lässt, aber nicht, ob dieser auch rollstuhlgerecht gestaltet wurde. Bei den Karten auf wheelmap.org ist dies anders. Einzelne Fähnchen zeigen mit der Hilfe der Ampelfarben an, welche Lokalität und welcher Platz für Rollstuhlfahrer nutzbar sind. Grüne Fahnen bedeuten eine rollstuhlgerechte Nutzung, Orte, die mit roten Fahnen markiert wurden, sind ungeeignet, eine teilweise Nutzung zeigen alle gelben Fähnchen an.

Die virtuellen Stadtkarten funktionieren interaktiv, so wird gewährleistet, dass auf Änderungen reagiert wird und immer mehr Orte hinzukommen können.

Die Idee zu dem Projekt hatte Raúl Krauthausen vom Berliner Verein “Sozialhelden”.

Der eigentliche Anstoß kam durch eine sehr eingängige Aussage seines Freundes.

“Raúl, ich habe keine Lust, mich mit dir immer in dem gleichen Café zu treffen”.

Die Aufforderung, die einfach zu lösen scheint, war für den 30-Jährigen, der an einer Glasknochenkrankheit leidet und auf den Rollstuhl angewiesen ist ein wesentliches Problem. Denn woher sollte er wissen, welche Orte für seine Bedürfnisse geeignet sind? Momentan arbeiten drei bis fünf „Sozialhelden“ ehrenamtlich an dem Projekt Wheelmap. Auch der Berliner Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, Jürgen Schneider beteiligte sich, indem er den Kontakt zu den Machern einer Berliner Mobilitätsdatenbank herstellte.

Inzwischen wird Wheelmap gut auf dem Markt angenommen, mittlerweile sind mehr als 30.000 Orte dort gelistet und pro Tag kommen mehrere hundert hinzu. Mit der kostenlosen iPhone-App hat sich die Zahl der Mitglieder sogar verdoppelt.

Wheelmap wird sogar für das Ausland weiterentwickelt. Die virtuellen Karten gibt es bereits auf Japanisch, Englisch, Französisch und Italienisch, an einer spanischen Version wird gerade gefeilt.

Für den Einsatz bei den Sozialhelden gab Krauthausen sogar seinen Job als Programmmanager beim RBB-Sender Fritz auf. Für die Zukunft gibt es bereits Pläne für Wheelmap. Angedacht  ist, Unternehmen zu beraten, wie Orte Rollstuhlgerecht umgebaut werden können.

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Kochrezepte über Twitter – Mit ein paar Lebensmitteln zur kompletten Mahlzeit.

Verfasst am 18. Februar 2011 von sbartmann um 12:51 Uhr

Eine schöne Idee, um Twitter zu nutzen, hatten die Macher der spanischen Kochrezepteplattform Gallina Blanca. Wer gerade nur ein paar Zutaten zur Hand hat, twittert diese einfach über den Nachrichtendienst und erhält dann einen Link zu dem passenden Rezept. Die Anfragen werden mit dem Hashtag  #quieroreceta gekennzeichnet, die verfügbaren Zutaten werden dann mit einem Pluszeichen aneinandergefügt: #quieroreceta tomates + jamón + zanahoria.

Wer sich ein klein wenig in der Agenturlandschaft auskennt, weiß dass Facebook und Twitter immer populärer im Bereich des Kundenservices werden. Gallina Blanca sticht hier auf jeden Fall heraus und beweist, dass auch mit den wenigen technischen Mitteln der Nachrichtenplattform noch eine kreative Idee entstehen kann.

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Check-in für Filme

Verfasst am 14. Februar 2011 von sbartmann um 17:57 Uhr

Miso ist eine Social-TV-Community für alle Film- und Serienjunkies. User teilen Kommentare, schreiben Nachrichten, geben Bewertungen ab. Die herkömmlichen Social-Media-Funktionen sind aber noch nicht alles – die Geschäftsidee liegt irgendwo zwischen Foursquare und Lockerz. Zu jedem Film und zu jeder Serie wird ein „Check-in“-Button angeboten. Die Intention des virtuellen Knopfs ist, dass User sich während einer laufenden TV-Sendung in die Community einloggen, um dann in Echtzeit ihre Posts zu veröffentlichen.

Für jeden Checkin gibt es Punkte, die ab einer bestimmten Anzahl zu communityinternen Abzeichen führen. Eine ganze Reihe dieser „Badges“ kann sich ein User für  Aktivitäten wie Kommentare oder Verlinkungen verdienen.  Für Besondere Aktionen werden zusätzliche Rangabzeichen vergeben. Miso kooperierte zurzeit mit der Entertainment-Plattform für Frauen wetv.com. Wer sich jeden Dienstag dort die TV-Show über das Mutter-Tochter-Duo Joan und Mellissa Rivers anschaut und gleichzeitig eincheckt, erhält exklusive Badges mit den Köpfen der beiden Stars.

Bei all den Spielereien gibt es auch noch ein Widget für eine Timeline à la Twitter, das sich simpel auf andere Sites verfrachten lässt. Sammellaune ist hier auf jeden Fall garantiert, obwohl sich das Konzept gerne mehr an Lockerz orientieren sollte, denn dort können User ihre Punkte gegen bestimmte Artikel einlösen.

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