Social Contests auf einen Klick & Plattformen helfen Japan

Verfasst am 15. März 2011 von .

Ein großer Trend im Social Commerce sind Gewinnspiele, Contests und Give Aways. Über Facebook und Twitter steigern sie die Bekanntheit und die Followerzahl. Zusätzlich können Unternehmen gleichzeitig neue Produkte testen und Meinungen einholen.

Die Idee eines Angebots von zusammengefassten Gewinnspielen über ein Medium nutzten schon Portale wie Gewinnspiel.deGwazu.com hat dieses Prinzip nun auf solche, über soziale Netzwerke laufende, Aktionen angewendet.

Dabei ist natürlich eine direkte Verbindung zu Facebook und Twitter möglich und Unternehmen können, gegen Gebühr, Premiumwerbeplätze auf der Startseite belegen. In fast allen Fällen ist dabei die Teilnahme gleichbedeutend mit einem „Like“ oder einem „Retweet“.

Neben den Gewinnspielen fällt auf, dass aus aktuellem Anlass auch viele Unternehmen verschiedenste Arten von Spendenaktionen ins Leben rufen. Ein Beispiel dafür sieht man im Gwazu- Bild von der Firma VitaCoco.

Die reine Spieleplattform Zynga hat dabei den hohen Bekanntheisgrad seiner Spiele genutzt und durch in die Spiele integrierte Spenden der User bereits eine Million US$ gesammelt.

Google nutzt seine Ressourcen für Japan und hat neben gewissen Spendensummen, den Google Person Finder gestartet, um vermisste Personen über verschiedene Wege aufzuspüren und zusätzlich einen Tsunami Alarm eingerichtet.

Es ist schön zu sehen, dass Social-Commerce-Plattformen dabei derzeit den Fokus eher auf den „social Part“ ihrer Aktionen lenken und ihre Bekanntheit für einen guten Zweck nutzen.


Mini Shops im Facebook Newsfeed

Verfasst am 26. Januar 2011 von .

Vor einiger Zeit habe ich hier auf ein Startup aufmerksam gemacht, das sich mit einer noch nicht in die Tat umgesetzten Idee bei der e-challenge 2010 beworben hatte. Die Maria GmbH, allen voran Adrian Thoma, hatte sich unter dem Namen Sellaround ein Konzept für einen Minishop für soziale Netzwerke überlegt. Jeder kann zu einem Shopbetreiber werden und maximal ein Produkt über das Shoppingwidget anbieten. Der Clou dabei ist, dass der Minishop direkt in das eigene Facebook-, Twitter- oder Myspaceprofil integrierbar ist und mit jeglichen Freunden der Netzwerke geteilt werden kann.

Mittlerweile gibt es bereits eine Liste voller Nutzer, die das Widget für sich entdeckt haben und entweder eigene Produkte verkaufen oder als Affiliate für andere Shops auftreten. Das Verkaufen auf Facebook ist so aktuell wie nie zuvor. Bereits auf Handelskraft habe ich über zwei ähnliche Konzepte für den Musikmarkt berichtet. Und auch wir setzen aus guten Gründen auf das soziale Netzerk, so haben im letzen Jahr unsere dotSource-Entwickler einen Facebookshop entwickelt, über den Produkte direkt verbreitet werden können. Laut einer Studie von eCircle und Mediacom Science informieren sich bereits 31% der Nutzer des sozialen Netzwerks über Unternehmen und Produkte, was fast ein Drittel der Gesamtnutzer ausmacht.

Was macht diesen Trend aus? Ist Facebook in Sachen Empfehlungen wirklich so anders als die reale Welt? Vielleicht lassen sich hier einige Unterschiede sammeln.


Social Web in Europa und Deutschland

Verfasst am 17. Dezember 2009 von .

Ein wirklich sehr ansehnliches und informatives Video zum Thema Social Web in Europa und Deutschland, gab es gestern bei Basic Thinking zu sehen. In dem Video werden aktuelle Zahlen sozialer Netzwerke wie Facebook aufgearbeitet und in Entwicklungen eingeordnet. Interessant ist vor allem der Fokus auf Deutschland und Europa und die Nennung der Quellen am Ende des Videos. Wirklich sehenswert:

Link zum Video


Der erfolgreiche Social-Commerce-Ausflug von Best Buy

Verfasst am 27. November 2009 von .

best_buy_logo_1Best Buy, ein US-amerikanisches Unternehmen für Unterhaltungselektronik, setzt für sich selber weiter wichtige Impulse im Social-Commerce-Bereich. Und zwar da, wo sich die Peers finden und hin und wieder auch beraten und weiterempfehlen: auf Facebook. Und Best Buy brauch da keinen Vergleich mit der Adidas-Fanpage zu scheuen, die ihre Stores mit Facebook via Apps verbunden haben: Sowohl der Best Buy Store, als auch die Geschenkidee-App können sich sehen lassen:

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Auch der Reiter „Shop + Share“ wurde gekonnt eingebaut. Diese App erlaubt dem Nutzer (potentiellen Käufer) den gesamten Produktkatalog von Best Buy durchzublättern. Ist man fündig geworden, kann man auch gleich einkaufen, man wird automatisch nach dem Klick auf die entsprechende Produktseite von Best Buy weitergeleitet um bezahlen zu können.

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Der Idea Giftr ist ein bisschen weniger entwickelt, als der Rest, aber immer noch um Welten besser als der ganze App-Müll, den vereinzelt deutsche Unternehmen auf Facebook spammen um „eine Zielgruppe online zu erschließen“ mit einem schlechten Quiz am besten. In gewisser Hinsicht, findet sich hier sogar Innovation wieder, wie auch Paul Marsden findet:

„[…] it gives you top rated gift ideas by sex or age – for you or your contacts, and then adds them to your news feed with an I-want-one-of-those or would-you-like-one-of-those comment. By adding better profiling, and allowing people to rate products, Idea Giftr could become the shape of things to come in social recommender systems.

Und ich muss Marsden bei noch einer Sache zustimmen: Hat man sich einem Produkt angenommen und will es einem Freund mitteilen, erscheint folgender Text im Publish Fenster: „I found this gift using Idea Giftr and I thought you would like it. Let me know what you think and get inspired gift ideas powered by real people.

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Das ist wohl der einzige Marketing-Schandfleck in der ansonsten wirklich erfolgreichen und ambitionierten Social-Commerce-Unternehmung von Best Buy.

Und erfolgreich sind diese Unternehmungen ebenfalls: Seitdem die neuen Facebook-Apps vor knapp sechs Wochen gelauncht wurden, ist die Anzahl der Fans von 27000 auf über 1 Million angestiegen.

Best Buy hat die Facebook-Apps für 24 Stunden beworben und damit 163000 User für sich gewonnen. Dann trat der Empfehlungseffekt ein.

Best Buy zeigt damit, dass man auch ohne große Ideen durchaus Mehrwert bieten kann für Kunden und Fans. Falls sich die eine oder andere Marketing-Abteilung gerade jetzt zur Weihnachtszeit Druck machen sollte.


Wie IKEA erfolgreich und ungewöhnlich Facebook einsetzt

Verfasst am 19. November 2009 von .

Ideen muss man haben. Gute Ideen, die den Kunden etwas bringen, ihnen Spaß machen, Mehrwert bieten und einen Dialog ermöglichen. Aber schon allein „den Dialog ermöglichen“ klingt unter den Menschen, die Tipps für Social-Media-Nutzung schreiben, oder im schlimmsten Fall Beratungsdienstleistungen als „Experten“ anbieten, schon so abgenudelt, dass es höchstens zu Spott kommt.

Vielleicht liegt das daran, weil Viele den Unterschied zwischen Theorie und Praxis nicht sehen müssen, wenn verunsicherte Marken im Web den Anschluss suchen, um sich bei einer Zielgruppe ins Gespräch zu bringen, die stets größer und netzerfahrener wird. So gilt: “If you think the world is an audience – think the opposite.” Vor allem im Netz.

Hinter guten Ideen stehen kreative Menschen, die “bestehende Funktionalitäten für einen Zweck [nutzen], der niemals zuvor angedacht war, aber dennoch einen großen Reiz ausübt.” [via Thilo’s posterous, der das Folgende zuerst entdeckt und ins Gespräch gebracht hat]

IKEA, das vor allem im Social-Commerce-Bereich ein immenses Potential aufweist, hat sich fast unbemerkt in der Praxis versucht und mit mittlerweile gewöhnlichen Facebook-Funktionalitäten etwas Ungewöhnliches gewagt. Eine virale Welle:

Link zum Video

In diesem Zusammenhang kann ich Anna Friedrich, Autorin des Themenblogs nur Recht geben, wenn sie schreibt, dass es keinen Social Media ROI gibt, und:

Immer mehr Unternehmen sind bereit, sich aufs Glatteis zu begeben: sie wollen unbedingt präsent sein in sozialen Netzwerken. Denkfehler No. 1 dabei ist meist: ‘Je mehr Geld ich investiere, desto erfolgreicher bin ich.’ Soziale Medien funktionieren aber nicht wie die freie Wirtschaft. Es geht hier um die Begeisterung der Menschen, der Enthusiasten einer Marke […]. Die Kunden mitzureißen und interessante Dialoge mit ihnen und für sie zu schaffen, ist unbezahlbar. Es ist ein Spiel, auf das sich Unternehmen einlassen müssen […].”

Eine Sache, hat Anna Friedrich nicht exakt differenziert: Unternehmen müssen bereit sein in diesen Bereich zu investieren. Wie viel genau, ist völlig egal. Die Frage ist aber, wohin diese Investitionen denn genau hingehen. Benutzt man das Geld lediglich dafür um eine Bühne für die eigenen Anliegen zu bauen, gebe ich Anna Friedrich völlig Recht. Aber im Falle IKEA haben sich die Investitionen gelohnt (siehe Video), die nur mit guten Ideen (und netten Produkten) Früchte tragen konnten.