Instagram und Pinterest: Von der Inspiration bis zum Kauf

Quelle: pexels
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Social Commerce ist lebendiger denn je. Instagram-Shopping und Pinterest „Shop the Look“ starteten letzte Woche in Deutschland und nun können Unternehmen mit Business-Profil über diese Funktion auch Produkte verkaufen. Mit diesem bedeutenden Update wird das Einkauferlebnis nahtloser und inspirierender. Für Marken und Händler ist so also ein neuer Vertriebskanal entstanden, der neue Verkaufsmöglichkeiten eröffnet.

Soziale Netzwerke verwandeln sich in Shopping-Plattformen

Gesucht, geliked, geklickt, gekauft. Die ganze Customer Journey findet nun in Instagram und Pinterest statt, was für Marken eine sehr gute Möglichkeit darstellt, um Produkte in Beiträgen direkt kaufbar zu machen.

Instagram

Unternehmen können mit der neuen Instagram-Funktion bis zu fünf Produkte in ihren organischen Beiträgen direkt mit dem Onlineshop verknüpfen. Damit werden Umwege, wie der Link in der Bio, an Bedeutung verlieren.

Screenshot: Instagram (Zalando; Instagram)
Screenshot: Instagram (Zalando; Instagram’s Stories)

Unternehmen können allerdings nur Waren über Instagram-Shopping verkaufen keine Dienstleistungen. Insbesondere für Branchen wie Mode, Home & Deko sowie Kosmetik, die spontanes und impulsives Kaufverhalten auslösen, ist diese Funktion geeignet.

Instagram-Nutzer können die Shopping-Beiträge einfach erkennen. Mit einem kurzen Blick auf den Feed kann man kleinere Einkaufstaschen-Symbole sehen. Mit einem Fingertipp kann der Nutzer wichtige Produktinformationen wie Preise und Hersteller erhalten. Um den Einkauf abzuschließen, werden Nutzer zu dem jeweiligen Shop weitergeleitet.

Neben Zalando und Hugo Boss wurde auch bei kleineren Onlineshops wie Odernichtoderdoch und DefShop diese neue Social-Commerce-Funktion, die bereits letztes Jahr in den USA eingeführt wurde, getestet. Der Shopping-Button steht auch in Australien, Brasilien, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Italien und Spanien zur Verfügung.

5 Tipps, um Instagram-Shopping einzuführen

  • Neun Shopping-Posts oder mehr in einem Instagram-Businessprofil erstellen, um den Shop-Tab für die Nutzer anzuschalten.
  • Verschiedene Formate anwenden. Ihr könnt nicht nur ein einzelnes Bild nutzen, sondern auch ein Karussell, in denen man bis zum 20 Produkte markieren kann, genauso wie Menschen auf einem Foto markiert werden können.
  • Mehrere Produkte markieren, um das Publikum beim Erkunden und Surfen zu unterstützen.
  • Stories könnten sehr hilfreich sein, um euren Followern zu zeigen, dass sie jetzt innerhalb eurer Beiträge direkt einkaufen können.
  • Achtung: jedes Produkt muss über das richtige Tag verfügen.

    Pinterest

    Ähnlich funktioniert auch „Shop the Look“ von Pinterest. Statt einer Einkaufstasche werden die Produkte auf der Pinnwand-Plattform mit einem weißen Punkt versehen. Klicken die Nutzer auf diesen Punkt, werden sie zu den entsprechenden Onlineshops weitergeleitet oder erhalten Empfehlungen zu ähnlichen Produkten. Hier ist der Weg zum Warenkorb wesentlich kürzer als auf Instagram.

    Screenshot: Pinterest (Traumzuhause)
    Screenshot: Pinterest (Traumzuhause)

    In Deutschland arbeitet Pinterest zum Launch mit den Fashion- und Home-Influencern Fashiioncarpet, Caro Daur, Masha Sedgwick, Who is Mocca?, Herz und Blut, Traumzuhause, 23qm Stil, Easyinterieur und Happy Interior zusammen.

    Über die Einführung des Shopping-Buttons können sich Nutzer freuen, denn nun können sie sich nicht nur inspirieren lassen, sondern auch gleich den Kauf tätigen. Direkt im Bild – ohne Unterbrechungen. Außerdem wissen sie besser darüber Bescheid ob exklusive Produkte, zum Beispiel von einem Runway, zum Verkauf stehen. Sicherwird diese Funktion zu mehr Wettbewerb führen und auch kleine Marken können Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Und mehr Anbieter bedeutet natürlich auch mehr Auswahl für den Nutzer.

    Neue und reibungslose Einkaufswege anbieten

    Händler haben immer mehr Umsatzquellen. Soziale Netzwerke, wie Instagram und Pinterest, haben einen sehr visuellen Ansatz und schöpfen die immense Aussagekraft von Bildern aus, um Einkaufserlebnisse anzukurbeln.

    Diese Features ermöglichen die Einbindung relevanter Produktinformationen zu einem frühen Zeitpunkt in der Customer Journey. Das bedeutet für den Verbraucher einen direkten Einkaufsweg, von der visuellen Wahrnehmung bis zum Abschluss der Bestellung.

    Soziale Netzwerke verwandeln sich deshalb in Marktplätze. Und das alles ist mobil gesteuert. Mobile-Commerce und Social-Commerce verbinden sich und eröffnen dem E-Commerce neue Wege.

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